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„CO-ABHÄNGIGE“ MÄNNER - GIBT ES DIE?
Eine steigende Zahl von Frauen ist suchtmittelabhängig oder hat sich auf eine Verhaltensweise fixiert. Trotzdem ist „Co - Abhängigkeit“ bislang ein „typischweibliches“ Problem. Ganz eindeutig sind es vor allem Frauen, die ihren Männern zu helfen versuchen und sich in Beziehungen aufreiben. Süchtige Frauen werden von ihren Männern schneller verlassen a1s süchtige Männer von ihren Frauen. Dabei werden die Frauen umso schneller verlassen je wenigen ihr süchtiges Verhalten zum traditionellen Frauenbild paßt
So leben z.B. Spielerinnen und Alkoholikerinnen häufiger allein als Eßsüchtige und Medikamentenabhängige.
Es ist allerdings fraglich, ob die alte Regel
„Suchtkranke, die in einer festen Partnerschaft leben, haben die besseren Therapie-Chancen“
auch für Frauen gilt.
Unverheirateten Frauen gelingt es beispielsweise häufiger das Rauchen aufzugeben als verheirateten
Süchtige Frauen, die in einer festen Partnerschaft leben, erhalten von ihrenMännern selten eine ähnlich intensive Unterstützung wie Männer von ihren Frauen. So begleiten nur wenige Männer ihre Frauen in Selbsthilfegruppen oder sind zu Paargesprächen bereit, aber 9 von 10 Frauen tun dies. Frauen entscheiden sich fast immer zusammen mit ihrem Partner zu einer abstinenten Lebensweise, Männer nur selten.
„Was habe ich mit Deiner Sucht zu tun?“ sagt der Mann. während es für die Frau selbstverständlich ist, daß sie alles mit seiner Sucht — zumindest mitderen Überwindung — zu tun hat.
Und ihre „Beziehungsarbeit“ trägt Früchte im (Therapie-)Erfolg des Mannes!
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